Auf einen Blick
In Deutschland wurden 2025 noch 45 Prozent aller Transaktionen bar bezahlt, gemessen am Umsatz nur 23 Prozent. Damit lag Bargeld erstmals in der Minderheit — 2021 waren es noch 58 Prozent der Transaktionen. Die Zahlen stammen aus der Studie Zahlungsverhalten in Deutschland 2025 der Deutschen Bundesbank, veröffentlicht am 17. Juni 2026. Der meistgenannte Grund für die Nutzung von Bargeld ist der Schutz der Privatsphäre mit 58 Prozent.
- 45 Prozent der Transaktionen liefen 2025 bar, gegenüber 51 Prozent (2023) und 58 Prozent (2021). Am Umsatz sind es nur 23 Prozent.
- Der oft zitierte Wert von 51 Prozent ist der Stand 2023 und überholt. Wer ihn heute nutzt, zitiert eine zwei Jahre alte Erhebung.
- 94 Prozent der Einkäufe vor Ort hätten bar bezahlt werden können — die Möglichkeit besteht also weiterhin fast flächendeckend.
- Beim Online-Einkauf entfielen 50 Prozent der Vorgänge auf Internetbezahlverfahren, aber am Umsatz führen Lastschrift und Überweisung mit 45 Prozent.
- Nur 50 Prozent besitzen eine Kreditkarte, dagegen 98 Prozent ein Girokonto und 98 Prozent eine Debitkarte.
- 45 % Bargeldanteil an den Transaktionen 2025 2023 waren es 51 %, 2021 noch 58 %. Transaktionsanteil, nicht Umsatzanteil. Deutsche Bundesbank 2025
- 23 % Bargeldanteil am Umsatz 2025 Deutlich niedriger, weil bar überwiegend kleine Beträge bezahlt werden. Deutsche Bundesbank 2025
- 71 % der Zahlungen zwischen Privatpersonen laufen bar Gilt nur für P2P-Zahlungen, nicht für Handel oder Online-Käufe. Deutsche Bundesbank 2025
- 50 % besitzen eine Kreditkarte Inklusive Prepaid-Kreditkarten. Der Wert ist rückläufig. 98 % haben eine Debitkarte. Deutsche Bundesbank 2025
2025 war das Jahr, in dem Deutschland erstmals mehrheitlich bargeldlos bezahlt hat. 45 Prozent aller Transaktionen liefen noch bar, 55 Prozent nicht mehr.
Diese Seite sammelt die belastbaren Zahlen dazu, nennt zu jeder die Bezugsgröße und das Erhebungsjahr und erklärt am Ende, welche Vergleiche zulässig sind und welche nicht. Sie ist als Beleg gebaut, nicht als Werbung.
Bargeldanteil in Deutschland: der aktuelle Stand
Die Deutsche Bundesbank erhebt das Zahlungsverhalten alle zwei Jahre. Die jüngste Erhebung bezieht sich auf 2025 und wurde am 17. Juni 2026 veröffentlicht.
| Kennzahl | Wert | Bezugsgröße |
|---|---|---|
| Bargeld an allen Transaktionen | 45 % | Anzahl der Vorgänge |
| Bargeld am Umsatz | 23 % | Wert der Zahlungen |
| Bargeldlos an allen Transaktionen | 55 % | Anzahl der Vorgänge |
| Bargeldakzeptanz vor Ort | 94 % | Einkäufe, bei denen bar möglich gewesen wäre |
| Zahlungen zwischen Privatpersonen bar | 71 % | Anzahl der P2P-Zahlungen |
Der Rückgang ist stetig und deutlich: 58 Prozent (2021), 51 Prozent (2023), 45 Prozent (2025). Das sind 13 Prozentpunkte in vier Jahren.
Ein Hinweis, der in der Praxis wichtiger ist als der Trend selbst: Der Wert von 51 Prozent kursiert weiterhin in vielen Texten als aktueller Stand. Er ist es nicht — er stammt aus der Erhebung 2023. Wer ihn heute ohne Jahresangabe verwendet, zitiert eine zwei Jahre alte Messung.
Warum 45 Prozent und 23 Prozent beide stimmen
Diese beiden Zahlen sehen aus wie ein Widerspruch und sind keiner. Sie messen Verschiedenes.
Der Transaktionsanteil zählt Bezahlvorgänge: Der Kaffee für 3,20 Euro zählt genauso viel wie die Waschmaschine für 600 Euro. Der Umsatzanteil zählt Geld.
Weil bar überwiegend kleine Beträge bezahlt werden, liegt der Transaktionsanteil systematisch über dem Umsatzanteil. Das gilt in jedem Land und in jeder Erhebung.
Der praktische Schluss daraus: Eine Zahl zum Bargeldanteil ohne Angabe der Bezugsgröße ist wertlos. Sie kann je nach Wahl fast den doppelten Wert annehmen, und beide Fassungen sind formal korrekt.
Der Zahlungsmix im Online-Handel
Hier lässt sich derselbe Effekt in einer einzigen Grafik zeigen, weil die Bundesbank beide Reihen aus derselben Erhebung ausweist.
Nach Anzahl der Vorgänge führen Internetbezahlverfahren wie PayPal mit 50 Prozent, gefolgt von Lastschrift und Überweisung mit 30 Prozent, der Kreditkarte mit 15 Prozent und der Debitkarte mit 4 Prozent.
Nach Umsatz kehrt sich die Reihenfolge um: Lastschrift und Überweisung liegen mit 45 Prozent vorn, Internetbezahlverfahren folgen mit 32 Prozent, die Kreditkarte kommt auf 19 Prozent.
Bemerkenswert ist außerdem eine Bewegung, die leicht übersehen wird: Internetbezahlverfahren haben umsatzbezogen gegenüber der Vorerhebung sieben Prozentpunkte verloren. Wer diese Kategorie als ungebremst wachsend beschreibt, stützt sich auf den Transaktionsanteil und lässt den Umsatzanteil weg.
Eine eigene Kategorie für Rechnungskäufe führt die Bundesbank übrigens nicht; sie erscheinen in dieser Erhebung als Überweisung oder Lastschrift.
Wer welche Zahlungsmittel überhaupt besitzt
Diese Zahlen sind für die Einordnung wichtiger, als sie zunächst wirken.
98 Prozent der Befragten haben ein eigenes Girokonto, gut ein Drittel mehrere. 98 Prozent besitzen mindestens eine Debitkarte. Aber nur rund 50 Prozent besitzen eine Kreditkarte, und dieser Wert ist rückläufig — inklusive Prepaid-Kreditkarten, die seit 2020 mitgezählt werden.
Daraus folgt eine Korrektur an einem verbreiteten Argument: Bargeldbasierte Online-Bezahlmethoden bedienen in Deutschland nicht in erster Linie Menschen ohne Bankkonto. Die gibt es hier kaum. Sie bedienen Menschen ohne Kreditkarte, Menschen mit einer Debitkarte, die international nicht akzeptiert wird, und Menschen, die eine vorhandene Karte bewusst nicht einsetzen wollen. Welche Wege diesen Gruppen offenstehen, behandelt die Seite Online bezahlen ohne Kreditkarte.
Warum Menschen Bargeld wählen
Der meistgenannte Vorteil ist der Schutz der Privatsphäre: 58 Prozent der Befragten nennen ihn 2025, nach 63 Prozent im Jahr 2023. Es handelt sich um eine Mehrfachnennung mit bis zu drei Antworten, weshalb sich die Werte aller Vorteile nicht auf 100 Prozent summieren; die Basis 2025 ist zudem eine Teilgruppe von 2.052 Befragten.
Dazu passt ein Wert aus der Vorerhebung: 37 Prozent sorgten sich 2023, dass ihre Daten bei digitalen Zahlungen für kommerzielle Zwecke genutzt werden könnten. Diese Frage wurde 2025 nicht wiederholt, der Wert ist also ausdrücklich als 2023er Stand zu kennzeichnen.
Im Euroraum liegt der vergleichbare Wert niedriger: Dort nennen 41 Prozent den Schutz der Privatsphäre als wichtigsten Vorteil von Bargeld gegenüber Kartenzahlungen. Die EZB fasst diesen Punkt allerdings mit einem zweiten Aspekt in einer Antwortkategorie zusammen, und Frageformulierung wie Antwortskala unterscheiden sich von der Bundesbank-Erhebung. Die Differenz zwischen 58 und 41 Prozent ist deshalb nur eingeschränkt als deutsche Besonderheit lesbar. Was das für einzelne Bezahlarten konkret bedeutet, steht auf der Seite zum Datenschutz beim Online-Bezahlen.
Deutschland im europäischen Rahmen
Im Euroraum insgesamt lag der Bargeldanteil an den Zahlungen am physischen Verkaufsort 2024 bei 52 Prozent — nach 59 Prozent (2022), 72 Prozent (2019) und 79 Prozent (2016).
Nach Zahlungswert kam Bargeld im Euroraum 2024 auf 39 Prozent und lag damit hinter Kartenzahlungen mit 45 Prozent. Auch hier gilt: Anzahl und Wert sind zwei verschiedene Größen.
Beim Kontobesitz zeigt sich ein anderes Bild als in Deutschland: 93 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher im Euroraum besitzen ein Zahlungskonto, rund 7 Prozent also keines. Diese 7 Prozent sind allerdings ein Umkehrwert, den die EZB so nicht ausweist — er ist eine Ableitung und sollte auch so gekennzeichnet werden.
Methodik und Nenner
Dieser Abschnitt ist der wichtigste der Seite. Wer die folgenden vier Punkte beachtet, kann die Zahlen oben gefahrlos weiterverwenden.
1. Transaktionsanteil ist nicht Umsatzanteil. Deutschland 2025: 45 Prozent gegenüber 23 Prozent. Euroraum 2024: 52 Prozent gegenüber 39 Prozent. Jede Zahl braucht die Angabe, welche der beiden Größen gemeint ist.
2. Ländervergleiche brauchen denselben Nenner. Der britische Wert von rund 8 Prozent zählt alle Zahlungen inklusive Unternehmenszahlungen, der irische Wert von rund 49 Prozent nur Präsenzzahlungen am Verkaufsort. In einer gemeinsamen Tabelle ergibt das eine falsche Aussage. Für Ländervergleiche eignen sich ausschließlich die SPACE-Werte der EZB, weil dort für alle erfassten Länder derselbe Nenner gilt.
3. Es gibt keine Zwischenjahre. Die Bundesbank erhebt alle zwei Jahre, die EZB in ähnlichem Rhythmus. Werte für Jahre ohne Erhebung sind interpoliert. In einer Zeitreihe gehören nur die tatsächlichen Erhebungsjahre abgebildet — alle Grafiken auf dieser Seite halten sich daran.
4. Zwei Quellen widersprechen sich an einer Stelle. SPACE 2024 nennt den Anteil der Verbraucher mit Datenschutzbedenken bei digitalen Zahlungen in der Zusammenfassung mit 58 Prozent, im Fließtext des Abschnitts 3.3.4 dagegen mit 60 Prozent. Wir verwenden durchgehend den konservativen Wert und weisen die Abweichung hier aus, statt sie stillschweigend aufzulösen.
Eine Lücke, die wir nicht schließen können: Für den Anteil von Gutschein- und Prepaid-Verfahren am Online-Handel existiert keine frei verifizierbare Zahl. Die EZB führt Gutscheine in einer Sammelkategorie zusammen mit Treuepunkten, Geschenkkarten, Krypto-Werten und Buy-now-pay-later; Prepaid-Karten zählt sie unter „Karten”. Ein Prepaid-Anteil lässt sich daraus nicht ableiten. Der Report von Worldpay, der die Kategorie führen würde, ist nur nach Registrierung zugänglich. Wir nennen deshalb keine Zahl dazu — und halten die Auskunft, dass es sie öffentlich nicht gibt, für nützlicher als eine Schätzung.
Wie du diese Seite zitierst
Die Zitierangabe steht unten im dunklen Kasten und enthält Autorin, Jahr, Titel, Herausgeber und URL in einer Zeile.
Wenn du eine der Zahlen weiterverwendest, zitiere bitte zusätzlich die Primärquelle — die Bundesbank oder die EZB —, nicht nur uns. Wir haben die Werte zusammengetragen und eingeordnet, erhoben haben sie andere. Wie sich die hier beschriebene Bargeldnachfrage praktisch ins Internet uebertragen laesst, behandelt die Seite Mit Bargeld online bezahlen. Alle Belege stehen im Quellenverzeichnis mit direktem Link auf die jeweilige Publikation.
Abbildung 1
Bargeldanteil an den Transaktionen in Deutschland
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| 2021 | 58 % |
| 2023 | 51 % |
| 2025 | 45 % |
Abbildung 2
Warum die Bezugsgröße alles verändert
- Anteil an Vorgängen
- Anteil am Umsatz
| Merkmal | Anteil an Vorgängen | Anteil am Umsatz |
|---|---|---|
| Internetbezahlverfahren | 50 % | 32 % |
| Lastschrift, Überweisung | 30 % | 45 % |
| Kreditkarte | 15 % | 19 % |
Abbildung 3
Was in deutschen Geldbörsen steckt
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| Girokonto | 98 % |
| Debitkarte | 98 % |
| Kreditkarte | 50 % |
Abbildung 4
Der Euroraum im Vergleich
| Merkmal | Wert |
|---|---|
| 2016 | 79 % |
| 2019 | 72 % |
| 2022 | 59 % |
| 2024 | 52 % |
Häufige Fragen zu den Zahlen
Wie hoch ist der Bargeldanteil in Deutschland aktuell?
45 Prozent der Transaktionen wurden 2025 bar bezahlt, am Umsatz gemessen 23 Prozent. Die Werte stammen aus der Studie Zahlungsverhalten in Deutschland 2025 der Deutschen Bundesbank, veröffentlicht am 17. Juni 2026. Damit lag Bargeld erstmals in der Minderheit: 55 Prozent der Vorgänge liefen bargeldlos.
Stimmt der oft genannte Wert von 51 Prozent noch?
Nein, das ist der Stand der Erhebung 2023. Er wird weiterhin viel zitiert, ist aber durch die Studie für 2025 überholt. Wenn du ihn verwendest, dann ausdrücklich als früheren Wert in einer Zeitreihe und nicht als aktuellen Stand.
Warum unterscheiden sich Transaktionsanteil und Umsatzanteil so stark?
Weil bar überwiegend kleine Beträge bezahlt werden. Viele kleine Zahlungen erzeugen einen hohen Anteil an der Anzahl und einen niedrigen am Umsatz. Deshalb liegen 45 Prozent der Vorgänge und nur 23 Prozent des Umsatzes nebeneinander, ohne dass sich die Zahlen widersprechen. Wer eine der beiden ohne Bezugsgröße nennt, lässt den Trend steiler oder flacher wirken, als er ist.
Wie wird online in Deutschland bezahlt?
Nach Anzahl der Vorgänge entfielen 2025 rund 50 Prozent auf Internetbezahlverfahren wie PayPal, 30 Prozent auf Lastschrift und Überweisung, 15 Prozent auf die Kreditkarte und 4 Prozent auf die Debitkarte. Nach Umsatz kehrt sich das um: Dort führen Lastschrift und Überweisung mit 45 Prozent vor Internetbezahlverfahren mit 32 Prozent.
Warum nutzen Menschen überhaupt noch Bargeld?
Der meistgenannte Grund ist der Schutz der Privatsphäre mit 58 Prozent der Befragten, 2023 waren es sogar 63 Prozent. Es handelt sich um eine Mehrfachnennung mit bis zu drei Antworten, die Werte aller genannten Vorteile summieren sich deshalb nicht auf 100 Prozent.
Wie viele Menschen in Deutschland haben kein Bankkonto?
Sehr wenige. 98 Prozent der Befragten besitzen ein eigenes Girokonto, gut ein Drittel sogar mehrere. Das Argument, bargeldbasierte Bezahlmethoden würden vor allem Menschen ohne Konto bedienen, trägt in Deutschland also nicht. Deutlich aussagekräftiger ist die Kreditkartenquote von rund 50 Prozent.
Kann ich den deutschen Wert mit anderen Ländern vergleichen?
Nur mit Vorsicht, und zwar wegen der Bezugsgrößen. Der britische Wert von rund 8 Prozent zählt alle Zahlungen inklusive Unternehmenszahlungen, der irische Wert von rund 49 Prozent nur Präsenzzahlungen am Verkaufsort. Nebeneinandergestellt entsteht daraus eine falsche Aussage. Für einen Ländervergleich eignen sich ausschließlich die SPACE-Werte der EZB, weil dort für alle Länder derselbe Nenner gilt.
Wie oft wird die Erhebung aktualisiert?
Die Bundesbank erhebt das Zahlungsverhalten alle zwei Jahre, die EZB ihre SPACE-Studie in ähnlichem Rhythmus. Zwischenjahre gibt es nicht. Werte für Jahre ohne Erhebung sind entweder interpoliert oder erfunden — in Zeitreihen gehören deshalb nur die tatsächlichen Erhebungsjahre abgebildet.
Quellen
- Deutsche Bundesbank: Zahlungsverhalten in Deutschland 2025 (2026) — Veröffentlicht am 17.06.2026. Hauptquelle für alle deutschen Werte auf dieser Seite. Anteile sind Transaktionsanteile aus dem Zahlungstagebuch, sofern nicht anders angegeben.
- Deutsche Bundesbank: Studienreihe Zahlungsverhalten in Deutschland (2026) — Übersicht aller Erhebungsjahre, Grundlage der Zeitreihe 2021 / 2023 / 2025.
- Deutsche Bundesbank: Zahlungsverhalten in Deutschland 2023 (2024) — Sorge um kommerzielle Datennutzung, 37 Prozent. Die Frage wurde 2025 nicht wiederholt.
- Europäische Zentralbank: Study on the payment attitudes of consumers in the euro area (SPACE) 2024 (2024) — Euroraum-Vergleichswerte. Achtung: Die Studie nennt beim Datenschutz-Wert in der Zusammenfassung 58 Prozent, im Fließtext des Abschnitts 3.3.4 dagegen 60 Prozent.
Diese Seite zitieren
Marlene Arndt (2026) „Bargeld in Deutschland 2026: Zahlen und Trends". CashtoCode. https://cashtocode.com/de/bezahlen/bargeld-in-deutschland
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